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Einkommensteuer in 2015

1. Ankündigte Neuigkeiten hinsichtlich der Lohnabrechnung ab dem 01. Januar 2015:

Der persönliche Grundfreibetrag von HRK 2.200,00 wird auf HRK 2.600,00 HRK angehoben und die Einkommensteuer-Tarifstufen werden wie folgt geändert:

        1. 12% Einkommensteuer auf die Steuerbemessungsgrundlage bis HRK 2.200,00
        2. 25% Einkommensteuer auf die Steuerbemessungsgrundlage von HRK 2.200,00 bis HRK 13.200,00
        3. 40% Einkommensteuer auf die Steuerbemessungsgrundlage über HRK 13.200,00

2. Folgende Einkünfte natürlicher Personen werden ab dem 01. Januar 2015 der Einkommenssteuer unterliegen:

        1. Zinseinkünften aus Sparanlagen in HRK oder Devisenwährung, Einlagen (a Vista oder hinterlegte Einlagen) auf Girokonten oder Devisenkonten bei Banken, Sparkassen und Spar- und Kreditgenossenschaften,
        2. Zinseinkünften aus Wertpapieren.

3. Einkünfte natürlicher Personen die ab dem 01. Januar 2016 der Besteuerung unterliegen:

        1. Einkünfte aus Veräußerung von Finanzanlagen sollten diese nicht als Tätigkeit des Steuerpflichtigen registriert sein und vor Ablauf von drei Jahren nach der Anschaffung entfremdet werden,

4. Der steuerlich befreite Betrag bei Ausschüttung von Dividenden und Gewinnanteilen in Höhe von HRK 12.000,00 im Jahr wird abgeschafft und als Kapitaleinkommen mit einem Steuersatz von 12% besteuert.

Beschäftigung von Personen mit Behinderungen ab dem 01. Januar 2015

Ab dem 01. Januar 2015 wird in Kroatien ein neues Gesetz über berufliche Rehabilitation und Beschäftigung von Behinderten in Kraft treten, in dem unter anderem die Rechte von Personen mit Behinderungen auf Beschäftigung vorgesehen sind.

Arbeitgeber die 20 und mehr Mitarbeiter anstellen und somit gemäß dem Gesetz über berufliche Rehabilitation und Beschäftigung von Behinderten, Personen mit Behinderung einstellen müssen, haben folgende Möglichkeiten:

          1. Personen mit Behinderung gemäß vorgeschriebener Quote einzustellen,
          2. die Ersatzquote zu nutzen oder
          3. Gebühren für Nichterfüllung der vorgeschriebenen Quote zu zahlen. 

1. Beschäftigung von Personen mit Behinderung – Quoten Beschäftigung.

Gemäß dem oben erwähnten Gesetz, sind Arbeitgeber die mindestens 20 Mitarbeiter haben, verpflichtet eine vorgeschriebene Zahl von Personen mit Behinderung einzustellen, abhängig von der Gesamtzahl der Beschäftigten im Unternehmen und der Tätigkeit der Gesellschaft.

Die Quote wird aufgrund der Tätigkeit der Gesellschaft gemäß NKD 2007 (Nationale Klassifikation der Tätigkeiten) ermittelt, wie in der  folgenden Tabelle dargestellt ist:

 

 

quote

Die Quote kann verschieden sein, aber nicht geringer als 2% und nicht höher als 6% von der Gesamtzahl der Beschäftigten im Unternehmen. Falls die Quote geringer als 0,5% ist, wird auf die geringere Zahl aufgerundet, und im Fall, dass die Quote höher als 0,5% oder genau 0,5% beträgt, wird auf die höhere Zahl aufgerundet. Für Arbeitgeber die weniger als 50 Mitarbeiter haben, wird die Quote um eine Prozentzahl verringert, kann aber nicht geringer als 2% sein.

Zum Beispiel:

Eine Agentur für Immobilien fällt unter das Gebiet L (Immobilien) gemäß der Nationalen Klassifikation der Tätigkeiten und unterliegt einer 3% Quote. Angenommen die Agentur für Immobilien beschäftigt 50 Mitarbeiter, besteht die Pflicht für Anstellung einer Personen mit Behinderung (50 x 3% = 1,5 aufgerundet auf 2) unter Beachtung des jährlich veröffentlichten Mindestbruttolohns (vorgeschriebener Mindestbruttolohn für das Jahr 2014 HRK 3.017,61).

Für Gesellschaften die neulich gegründet wurden, gelten die Bestimmungen des Gesetzes erst nach Ablauf von 24 Monaten vom Arbeitsbeginn.

Gesellschaften die weniger als 20 Mitarbeiter anstellen aber eine Person mit Behinderung im Unternehmen beschäftigen, sowie die Arbeitgeber die mehrere Personen mit Behinderung über der vorgeschriebenen Quote beschäftigen, haben das Recht einen Geldpreis zu erhalten. Der Geldpreis beträgt 15% des Mindestbruttolohns für jeden Mitarbeiter mit Behinderung der über der vorgeschriebenen Quote eingestellt wurde.

2. Ersatzquote

Die Arbeitnehmer können Ihre Pflicht erfüllen indem Sie die vorgeschriebene Zahl von Personen mit Behinderungen anstellen oder die Ersatzquote nutzen indem Sie sich für einer der folgenden Möglichkeiten entscheiden:

  • Zusammenarbeit mit selbständig erwerbstätigen Personen mit Behinderung aufbauen. Der Gesamtwert dieser vertraglichen Zusammenarbeit muss mindestens in Höhe des Mindestlohns für jede Person mit Behinderung gemäß vorgeschriebener Quote, vereinbart werden.
  • Praktikum für Schüler mit Schwierigkeiten in der Entwicklung oder Studenten mit Behinderungen im Unternehmen anbieten. Vier Praktikanten werden als Ersatz der Beschäftigung von einer Person mit Behinderung anerkannt.
  • Praktikum für Rehabilitanten innerhalb der professionellen Rehabilitation anbieten. Zwei Rehabilitanten werden als Ersatz der Beschäftigung von einer Person mit Behinderung anerkannt.
  • Studenten mit Behinderung auf Vollzeitbasis anstellen. Das Entgelt muss mindestens in Höhe des monatlichen Mindestlohnes für jede Person mit Behinderung gemäß vorgeschriebener Quote, vereinbart werden.
  • Personen für berufliche Ausbildung gemäß staatlichen Einstellungsförderung beschäftigen (stručno osposobljavanje za rad bez zasnivanja radnog odnosa). Vier Personen werden als Ersatz der Beschäftigung von einer Person mit Behinderung anerkannt.
  • Stipendien für reguläre Bildung von Personen mit Behinderung geben. Die Höhe des Stipendiums muss mindestens dem monatlichen Mindestlohn für jeder Person mit Behinderungen die der Arbeitgeber innerhalb der Quote einstellen müsste, betragen.

Register von Personen mit Behinderungen

  • Jeder Arbeitgeber muss bei sich beschäftigte Personen mit Behinderung im Register bzw. bei der Kroatischen Rentenversicherung anmelden. Das Register von Personen mit Behinderungen führt die kroatische Rentenversicherung aufgrund der Anmeldungen der Arbeitgeber. Jeder Arbeitgeber der Personen mit Behinderung im Jahr 2014 eingestellt hat, muss diese Person bis zum 31. Oktober 2014 bei der kroatischen Rentenversicherung anmelden, so dass die Personen in die Quote vom 1. Januar 2015 eingenommen werden können. Arbeitnehmer die die Ersatzquote nutzen möchten, müssen dieses der kroatischen Rentenversicherung bis zum 31. Dezember 2014 melden.
  • Wenn der Arbeitnehmer im Jahr 2015 zum ersten Mal eine Person mit Behinderung einstellen möchte, muss er diese Person bei der kroatischen Rentenversicherung mit den Formularen M-1P oder M-3P (Änderung der Daten, falls sich nachträglich feststellt, dass der Mitarbeiter den Status einer behinderten Person hat) und auf diesen Formularen ankreuzen, dass es sich um eine Person mit Behinderungen handelt.

3. Gebühr für die nicht Erfüllung der Quote

Arbeitgeber, die sich entscheiden Personen mit Behinderung nicht anzustellen weder die Ersatzquote zu nutzen, müssen eine Gebühr zahlen. Die Gebühr beträgt 30% des Mindestlohnes für jede Person mit Behinderung die gemäß vorgeschriebener Quote im Unternehmen beschäftigt werden müsste. Diese Gebühr wird monatlich berechnet und am letzten Tag im laufenden Monat für den vorherigen Monat fällig. In vereinfachten Worten bedeutet dieses folgendes:

Gebühr = Quote x Mindestbruttolohn x 30%

Zum Beispiel:

Quote: 2 Mitarbeiter
Mindestbruttolohn für das Jahr 2014: HRK 3.017,61
Gebühr: 2 x HRK 3.017,61 x 30% = HRK 1.810,57

Gesellschaften die die Gebühr zahlen müssen, sind verpflichtet einen Bericht zu verfassen und diesen innerhalb von 8 Tagen auf dem Formular des Instituts für Gutachten, professionelle Rehabilitation und Beschäftigung von Personen mit Behinderungen abzugeben.

Fördermittel für die Einstellung von Personen mit Behinderungen

Neben allen oben erwähnten Informationen können Arbeitgeber Fördermittel für die Einstellung von Personen mit Behinderungen bekommen welche das Institut für Gutachten, professionelle Rehabilitation und Beschäftigung von Personen mit Behinderungen auszahlt. Fördermittel können nur erhalten werden im Fall dass die Personen in das Register eingeschrieben wurden. Wir möchten darauf hinweisen, dass gemäß Artikel 29 des Gesetzes für berufliche Rehabilitation und Beschäftigung von Behinderten Erleichterungen und Geldpreise vorgesehen sind die man im Gesetz finden kann.

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Musterlohnberechnung auf Monatsbasis - Kroatien ab 01. Januar 2015 gemäß Ankündigung des kroatischen Parlaments

Musterlohnabrechnung für einen kroatischen Arbeitnehmer mit Wohnsitz in Zagreb ohne unterhaltene Familienangehörige

      HRK % Koeff. HRK EUR
1 Bruttolohn       10.000,00 1.303,78
  Arbeitnehmerabgaben (aus dem Bruttolohn)          
2 Rentenversicherung 1. Säule   15,00   1.500,00 195,57
3 Rentenversicherung 2. Säule    5,00   500,00 65,19
4 Rentenversicherung, gesamt       2.000,00 260,76
5 Bruttolohn vermindert um Rentenversicherung       8.000,00 1.043,02
6 Persönlicher Freibetrag     1,00 2.600,00 338,98
7 Bemessungsgrundlage (1-4-6)       5.400,00 704,04
  Tarifstufen Einkommensteuer          
8 1. Tarifstufe > 0 bis 2 200 HRK        2.200,00 12,00   264,00 34,42
9 2. Tarifstufe  >2 200 bis 13 200 HRK 11.000,00 25,00   800,00 104,30
10 3. Tarifstufe > 13 200 HRK 0,00 40,00   0,00 0,00
11 Summe Einkommensteuer (8+9+10)       1.064,00 138,72
12 Gemeindezuschlag   18,00   191,52 24,97
13 Gesamte persönliche Einkommensteuer (11 + 12)       1.255,52 163,69
14 Nettolohn (5-13)       6.744,48 879,33
15 Sachbezug       0,00 0,00
16 Nettolohn zur Auszahlung (14-15)       6.744,48 879,33
  Arbeitgeberabgaben (auf den Bruttolohn)          
17 Krankenversicherung    15,00   1.500,00 195,57
18 Arbeitslosenversicherung    1,70   170,00 22,16
19 Unfall- und Arbeitsunfähigkeitsversicherung   0,50   50,00 6,52
20 Summe Arbeitgeberabgaben   17,20   1.720,00 224,25
21 Gesamte Lohnkosten (1 + 20)       11.720,00 1.528,03

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Musterlohnberechnung auf Monatsbasis - Kroatien ab 01. Januar 2014

Musterlohnabrechnung für einen kroatischen Arbeitnehmer mit Wohnsitz in Zagreb ohne unterhaltene Familienangehörige

 

HRK

%

Koeff.

HRK

EUR

1

2

Bruttolohn

Arbeitnehmerabgaben (ausdem Bruttolohn) Rentenversicherung1.Säule

 

15,00

 

10.000,00

1.500,00

1.320,13

198,02

3

Rentenversicherung2.Säule

 

5,00

 

500,00

66,01

4

Rentenversicherung,gesamt

     

2.000,00

264,03

5

Bruttolohn vermindertumRentenversicherung

     

8.000,00

1.056,11

6

PersönlicherFreibetrag

   

1,00

2.200,00

290,43

7

Bemessungsgrundlage(1-4-6)

     

5.800,00

765,68

8

TarifstufenEinkommensteuer

1.Tarifstufe>0bis2200 HRK

2.200,00

12,00

 

264,00

34,85

9

2.Tarifstufe >2200 bis8800 HRK

6.600,00

25,00

 

900,00

118,81

10

3.Tarifstufe>8800 HRK

0,00

40,00

 

0,00

0,00

11

Summe Einkommensteuer(8+9+10)

     

1.164,00

153,66

12

Gemeindezuschlag

 

18,00

 

209,52

27,66

13

GesamtepersönlicheEinkommensteuer(11+12)

     

1.373,52

181,32

14

Nettolohn(5-13)

     

6.626,48

874,78

15

Sachbezug

     

0,00

0,00

16

NettolohnzurAuszahlung(14-15)

     

6.626,48

874,78

17

Arbeitgeberabgaben (aufden Bruttolohn) Krankenversicherung

 

13,00

 

1.300,00

171,62

18

Arbeitslosenversicherung

 

1,70

 

170,00

22,44

19

Unfall-undArbeitsunfähigkeitsversicherung

 

0,50

 

50,00

6,60

20

Zusätzliche ArbeitslosenversicherungfürerwerbsunfähigePersonen

 

0,00

 

0,00

0,00

21

Summe Arbeitgeberabgaben

 

15,20

 

1.520,00

200,66

22

GesamteLohnkosten(1+21)

     

11.520,00

1.520,79

 

ZuGrundeliegendeDaten:

MittelkursderkroatischenNationalbank

 

7,575

     
 

Grundfreibetrag

2.200,00

       



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